"Hilflosigkeit ist der Diamant der Gefühle. Sie ist unsere Natur.

Hilflosigkeit heisst nicht-wissen. Ohne Wissen gibt es keine Richtung

Ohne Richtung bist Du total gegenwärtig. Du hast nichts, woran Du Dich festhalten kannst. Und das vermeiden wir!“

 

Menschen suchen nach Sinn. Und dementsprechend gibt es auch einen Markt für Spiritualität (Weisheiten, Methoden….). 

Es ist die Natur des Geistes, alles verkaufen zu wollen. Allerdings: radikal gesagt kann man Spiritualität nicht verkaufen. Wir versuchen also zugleich den materiellen Mangel, der im Geist ist, mit dem höheren Geist, der Ewigkeit zu verknüpfen. Und damit bleiben wir irgendwie immer noch  im Mangel!“

 

Sieh`die Angst nicht als Dein Feind sondern als Freund. Sieh´sie als Tor – zur wahren Sicherheit. 

Übe zu fühlen! Übe die Angst willkommen zu heissen im Kleinen. 

Oft denken wir bei Tod an das Sterben des physischen Körpers. Aber der wahre Tod an sich ist der Tod der inneren Strukturen und das, was ich über mich denke und welche Vorstellungen ich vom Leben habe.

Und die wahre Lebendigkeit steckt da drin, wo alle Strukturen und Ideen sterben! Das ist schmerzvoll und hat eine große Intensität. Die Angst zu fühlen ist jedes Mal wie ein Tod!“

 

Anbindung an die Quelle: „Wenn wir zusammen im Satsang sitzen, dann kommen wir mit unserer Quelle und unserem Sein in Kontakt. 

Wir wissen um unsere Quelle, aber im Alltagsgeschehen nehmen wir in seltenen Fällen bewusste Verbindung mit diesem Sein auf.

Manche Menschen kennen Situationen, wo so ein tiefes leises JA sie vollkommen erfüllt. Dieses tiefe JA ist ein Wissen um das, was immer hier ist und was in diesem Moment gegenwärtig ist. Und dies ist unsere Wahrheit.“

 

Aufwachen: „Oft werde ich gefragt: Kann man die eigene Identität bewusst loslassen? Was kann diesen Prozess fördern?

Ich glaube, dass da ganz viel Achtsamkeit gefragt ist. Du kannst nicht wirklich etwas fördern. Sei einfach hier, wo Du bist.

Versuche nicht etwas zu erreichen. Sei ohne Gedanken. Ohne Urteil. Ohne eine Vorstellung. Dann bist Du wirklich HIER. Jegliches Tun „um zu“ hält uns davon ab, das zu sein, was wir sind. Nicht Tun ist der Schlüssel. Nur hier sein.“

 

Schmerz: „Wenn jemand Leid in der Welt sieht, dann ist da der Glauben, das das was geschieht so nicht sein sollte.

Wenn Du jedoch hierher in den jetzigen Moment kommst und mit dem in Frieden bist, was gerade in Dir ist an Gefühlen zu einer Geschichte, dann kannst Du nicht sehen, dass etwas falsch ist! Der Schmerz führt uns wieder zu uns selbst. Er bringt uns hierher. Er ist der größte Lehrer.“

 

Engagement in der Welt: „Wenn jemand sagt, er möchte sich in der Welt engagieren, dann ist die Frage: wo kommt die Motivation her.

Entsteht die Motivation: ich will etwas verändern aus dem Verstand, der immer sagt, dass etwas oder Du selber nicht richtig ist?

Aus dem dualen Verstand, aus dem Nachdenken über ein Problemm kommt nie wirklich stimmiges, natürliches und effektives Handeln, sondern nur aus der Stille, aus dem Sein.“

 

Angst hält davon ab, bestimmte Entwicklungsschritte zu gehen im Leben. Ich bleibe in einer Komfortzone, die mir vermeintlich Sicherheit gibt. Wenn wir diese Komfortzone allerdings genau beleuchten, d.h. dem Denken nicht Glauben schenken, werden wir feststellen, dass NICHTS sicher ist. Und paradoxerweise ist die Angst auch immer noch da!“

 
Zukunftsgedanken: "Wir wissen nicht, was aus uns werden soll und was das Leben von uns möchte.
Also können wir einfach sein, wie wir sind. Es ist nicht nötig, darüber nachzudenken.
Vielleicht rennen wir deshalb alle, weil wir Angst davor haben, dass man uns liebt."